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Videofon - Volkshilfe Steiermark, Österreich

Diplom-Krankenschwester Andrea Raab
Videofon-Kundin

Größter Wunsch nach Leben in Eigenständigkeit zu Hause

80 Prozent der über 500.000 in Österreich lebenden hilfs- und pflegebedürftigen Menschen werden zurzeit in ihren eigenen vier Wänden von Angehörigen betreut.

Aufgrund der demographischen Entwicklung wird sich ihre Anzahl bis zum Jahr 2011 auf knapp 800.000 erhöhen.

Gleichzeitig besteht der Wunsch möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt in der gewohnten Umgebung zu leben.

Gerade in dieser Situation benötigen Betroffene und pflegende Angehörige individuelle Begleitung, Hilfestellung und Beratung.

Durch eine Kooperation der Volkshilfe Steiermark, Telekom Austria und der Firma Zydacron ist es nun möglich, Pflegebedürftige auf Knopfdruck mit der Volkshilfe Pflegezentrale und der Familie zu verbinden.

Vernetzte Pflege durch moderne Technologien

„Informations- und Kommunikations-technologien eröffnen ganz neue Möglichkeiten in der Pflege und Betreuung älterer Menschen.

Technisch intelligente Angebote können vor allem bei individuellen Betreuungs-situationen eine wertvolle Ergänzung sein.

Deshalb startete die Volkshilfe mit  ihren Partnern dieses innovative Projekt.“
(Franz Ferner, Geschäftsführer der Volkshilfe Steiermark)

Pflege und Betreuung über den Fernseher

Die Volkshilfe Steiermark bietet „Videofon“ in Kombination mit der Hauskrankenpflege an. Beratung und Anleitung erhalten Patienten direkt über ihr gewohntes TV-Gerät.

Die Pflegezentrale der Volkshilfe unterstützt bei der Medikamenten-einnahme, begleitet bei der Blutdruck-messung und gibt Angehörigen Unter-stützung bei Fragen zum Pflegealltag.

Durch die bidirektionale Bildkommunikation sind Gestik und Mimik sichtbar. So lassen sich komplexere Inhalte und Erklärungen leichter verstehen und Miss-verständnisse vorbeugen.

Die eingesetzte Technologie ist hier lediglich eine Unterstützung und hilft in der Kommunikation Distanzen zu überbrücken, ganz gleich, ob sich der Gesprächspartner im benachbarten Ort oder in den U.S.A. befindet.

Erfahrungsberichte

Diplomkrankenschwester Andrea Raab, Leiterin der Videofon-Zentrale, betreut die Klienten auch persönlich und berichtet aus dem Videofonalltag:

„Die Altersstruktur unserer KlientInnen ist breitgefächert, von 33 bis 93 Jahren.

Überraschend war für uns die Nachfrage nach Gedächtnisstraining von Menschen, die eigentlich außerhalb unserer Zielgruppe stehen.

So sind dies z.B. Vertreter der Generation 60+, die keine Berührungsängste mit neuen Technologien haben, und unser Gedächtnistraining in Anspruch nehmen.

Die Beratungsgespräche werden von unserer Kundschaft mit Freude in Anspruch genommen. Wir beraten in Themen wie z.B. Gesundheitsförderung, Alltagsstrukturierung, Sicherheit und Entlastung.

Zusätzlich bieten wir Ansprache und Kommunikation für alle Sorgen und Unannehmlichkeiten, die unsere KlientInnen mit sich tragen und spüren, wie dankbar sie sind, sich austauschen und mitteilen zu können.”